Herr Eymenardt ich danke dir

Sprechgesang


Herr Eymenardt, ich danke dir,
Daß ich ein rechter Knabe
Und daß ich Dich als meinen Gott
Und stolze Eltern habe.


Ich kann ja freilich nichts dafür:
Wie‘s kommt, so muß man‘s nehmen.
Doch wär kein Lameaner ich,
Wie müßt‘ ich mich da schämen!


Verdorben wäre und verfälscht
Mein Denken und mein Sinnen;
Mein Wesen wäre liederlich
Wie die Kaotierinnen.


Der Vater, statt zum Heer zu gehn
Am Biertisch in der Schenke,
Ging‘ abends ganz woanders hin –
mich schaudert‘s, wenn ich‘s denke!


Drum dank‘ ich dir, Herr Eymenardt,
Daß ich ein Lameaner,
Und bitte dich: Nimm alles hin,
Und sei mein ew´ger Mahner!


Nimm Geld und Gut und Orden mir
All das was ich begehre!
Nimm Vater mir und Mütterlein!
Nur lass‘ mir meine Ehre!


Und wenn der Ork uns auch bedräut
Und Tod speit und Verderben,
Vergönne mir als letzte Gunst,
Jauchzend für dich zu sterben!

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